Spirulina und Chlorella
Spirulina und Chlorella haben viele Gemeinsamkeiten: Sie werden als Mikroalgen bezeichnet, weisen einen hohen Chlorophyllgehalt auf, besitzen einen hohen Anteil an Proteinen und Mineralstoffen, reduzieren oxidativen Stress und werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und stark nachgefragt.
Nahrungsergänzungsmittel Spirulina und Chlorella

Algen zum Essen

Algen aus dem Meer

Algen aus dem Meer - spannende Forschungsergebnisse

Die ältesten Pflanzen unseres Planeten sind Algen.

Algen Spirulina

Westliche Köche haben die Algen entdeckt, weil sie reich sind an Vitalstoffen wie Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind. In ostasiatischen Ländern gehören diese Nährstofflieferanten dagegen schon lange zu den Grundnahrungsmitteln. Salate oder Eintöpfe aus Algen sind eine leckere und ausgesprochen gesunde Sache. Spirulina und Chlorella sind allerdings nicht wie diese Makroalgen einsetzbar. Mikroalgen werden heute normalerweise in Aquakulturen aufgezogen, sie wurden ursprünglich vor allem als Futter für Zuchtfische angeboten. Seefisch enthält Omega-3-Fettsäuren, ist reich an Eiweiß und Vitaminen. Daran sind Algen nicht unbeteiligt – Mikroalgen sind Grundstein jeder Nahrungskette im Wasser. Sie werden als Nahrungsergänzungsmittel meist in Form von Kapseln oder Presslingen angeboten. Als Rohstoffe werden sie u.a. in der Biogas- und Biodieselproduktion eingesetzt oder auch in der Ökotoxikologie.

Spirulina: die Blaualge

Spirulina Alge Tabletten

Spirulina platensis wird meistens als Blaualge bezeichnet. Das ist eigentlich nicht ganz korrekt, biologisch gesehen handelt es sich nämlich um ein Cyanobakterium. Spirulina kommt vor allem in subtropischen bis tropischen Gewässern mit hohem Salzgehalt vor, etwa in Mittelamerika, Südostasien, Afrika und Australien. Die Alge galt schon in früheren Zeiten als Nahrungsmittel. Es ist also keine Erfindung der Neuzeit, wenn wir unsere Nahrungsmittel um Spirulina ergänzen.

Spirulina enthält einen ungewöhnlich hohen Anteil an Polysacchariden. Außerdem steckt in der Blaualge viel Eiweiß und essentielle Aminosäuren, die in Gemüse und Obst fehlen. Kein Wunder, wenn Vegetarier Spirulina deshalb für eine gute Wahl halten.

Auch der Vitamin- und Mineralstoffgehalt in Spirulina kann sich sehen lassen: B-Vitamine, Vitamin C, D, A und E sind ebenso vorhanden wie Kalium, Kalzium, Chrom, Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Phosphor, Selen, Natrium und Zink.

Chlorella: die Grünalge

Wenn von Chlorella die Rede ist, dann ist normalerweise Chlorella vulgaris gemeint, die gewöhnliche Grünalge. Man sollte sich von dem Namen nicht täuschen lassen: Chlorella hat einige ungewöhnliche Eigenschaften. Ihr Gehalt an Chlorophyll ist so hoch, dass sie eine besonders hohe Photosyntheserate erzielen kann. Vermutlich ist dies auch der Grund, weshalb der Wissenschaftler Melvin Calvin die Photosynthese ausgerechnet an Chlorella erforschte. Dafür bekam er 1961 den Nobelpreis!

Chlorella hat eine günstige Zusammensetzung mit vielen Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen. Dadurch wirkt die Alge als Radikalfänger. Das bedeutet: Wer (wie zum Beispiel Raucher) unter oxidativem Stress leidet, kann die Situation durch die Einnahme von Chlorella verbessern.

Algen sind ungewöhnliche Lebewesen. Sie sind in der Lage, sich auch an schwierigste Lebensbedingungen anzupassen: Algen findet man in Süß- und Salzwasser, im Erdboden, im arktischen Eis oder auch in Wüsten. Sie halten viel aus, zum Beispiel starke Sonne, Temperaturschwankungen, Wasser- mangel oder schwankende Salzkonzentrationen.
Algen

Wie wirken Chlorella und Spirulina?

Anwendungsmöglichkeiten - Patienten mit allergischem Schnupfen

Spirulina kann nützlich sein für Patienten mit allergischem Schnupfen.

Spirulina enthält Zeaxanthin - ein für die Augen wichtiges Carotinoid

Fakten rund um Chlorella und Spirulina

Chlorella und Spirulina sind keine Heilmittel; sie helfen aber als Nahrungsergänzungsmittel dabei, die optimale natürliche Basisversorgung mit Mikronährstoffen sicherzustellen. Ausgebrannte Nährstoffspeicher lassen sich mit den natürlichen Ergänzungsstoffen auffüllen, sodass der Organismus sich wieder besser selbst helfen kann. Hier einige Fakten rund um Chlorella und Spirulina.

Geeignet zur Ausleitung!

Lassen sich Belastungen durch Umweltgifte, Amalgam oder Schwermetallen durch die Einnahme von Algenpräparaten vermindern? Gut bekannt unter Naturheilkundlern ist die Verwendung von Chlorella während der Ausleitung nach Dr. Klinghardt. Für die Wirksamkeit sprechen nicht nur Erfahrungen und die Ergebnisse von Laboruntersuchungen, sondern auch eine kleine wissenschaftlichen Studie mit 35 schwangeren Frauen. Das Fazit der Autoren: Offenbar lässt sich mit der Einnahme von Chlorella der Dioxingehalt der Muttermilch verringern!

Hilfe für Allergiker

Nachweislich positive Auswirkungen hat Spirulina für Patienten mit allergischer Rhinitis. Das zeigte sich sowohl bei einer Untersuchung betroffener Allergiker als auch im Laborversuch. Dort wurde festgestellt, dass diese Alge die Histaminfreisetzung hemmt. Dadurch gehen Schwellungen und Juckreiz zurück.

Spirulina Pflanze

Gewicht halten

Helfen Algen dabei, ein gesundes Gewicht zu halten? Es sieht tatsächlich so aus, als würden Chlorella und Spirulina beim Abnehmen ebenso helfen wie bei der Gewichtszunahme untergewichtiger Menschen.

Eine kleine Studie spricht dafür, dass dies möglich sein könnte. Während der Zeit der Chlorella-Einnahme sank der Körperfettanteil der Probanden. Auch das Serum-Gesamt-Cholesterin und die Nüchternblutzuckerwerte sanken.

Andererseits zeigen weitere Untersuchungen, dass untergewichtige Menschen an Körpergewicht zulegten, wenn sie zusätzlich zur Nahrung Spirulina bekamen.

Gut für die Augen!

Spirulina ist gut für die Sehkraft, weil die Alge Zeaxanthin enthält. Dieses Carotinoid trägt zum Schutz unserer Augen vor Schäden durch UV-Licht bei. Eine ausreichende Versorgung verringert möglicherweise das Risiko für die Entstehung einer altersabhängigen Makuladegeneration und eines Grauen Stars.

Damit sich Zeaxanthin in der Netzhaut anreichern kann, müssen wir es über die Nahrung oder als Nahrungsergänzung aufnehmen, da wir es nicht selbst synthetisieren können. Spirulina ist eine gute Quelle dafür!

Gut gegen Hepatitis?

Im Laborversuch zeigten sich ungewöhnliche Eigenschaften von Spirulina. Ein Extrakt aus der Blaualge hemmte die Teilung von Hepatitis-C-Viren. Algen werden wohl nicht zu Unrecht von manchen Wissenschaftlern als hepatoprotektiv bezeichnet, als leberschützend also.

Entzündungen mildern!

Im Laborversuch zeigten sich ungewöhnliche Eigenschaften von Spirulina. Ein Extrakt aus der Blaualge hemmte die Teilung von Hepatitis-C-Viren. Algen werden wohl nicht zu Unrecht von manchen Wissenschaftlern als hepatoprotektiv bezeichnet, als leberschützend also.

Algen haben die höchste Nährstoffdichte aller Pflanzen. Sie nutzen ihre gesamte Oberfläche, um mit osmotischen Kräften Mineralien und Spurenelemente aus dem Meerwasser zu ziehen. Das Resultat: Algen enthalten viele Aminosäuren, Mineralsalze, Spurenelemente und Vitamine.
Spirulina Alge

Die Grenzen der Mikroalgen

Forschung von Spirulina

Wichtig gerade bei Algen ist die Schadstoffprüfung!

Spirulina Bio

Chlorella und Spirulina sind gesunde Nahrungsergänzungsmittel, die verschiedene positive Eigenschaften besitzen. Aber Alleskönner im Sinne von Allheilmitteln sind sie auch nicht! Vielleicht helfen sie ja tatsächlich, das Immunsystem von Krebskranken zu modulieren – allerdings ist hier wirklich höchste Vorsicht in der Beurteilung der Forschungsergebnisse geboten! In einer Pilotstudie mit einer Handvoll Probanden zeigte sich lediglich, dass die natürlichen Killerzellen durch Blaualgen-Extrakt aktiviert wurden. Ähnliche Ergebnisse zeigten sich für Chlorella.

Die Ergebnisse von Tierversuchen

Spirulina und Chlorella haben verschiedene organschützende Eigenschaften gezeigt, etwa gegenüber dem Insektizid Deltamethrin oder dem Krebsmittel Doxorubicin. Allerdings stammen diese Ergebnisse aus Untersuchungen an Tieren, an Mäusen oder Ratten zum Beispiel. Auch wenn sie optimistisch stimmen: Man darf sie sicher nicht unkritisch auf Menschen übertragen!

Vorsicht bei Stoffwechselstörungen

Aufpassen müssen Menschen, die an einer Stoffwechselstörung leiden, der so genannten Phenylketonurie. Sie sind nicht in der Lage, die Aminosäure Phenylalanin abzubauen. Und Spirulina enthält alle essentiellen Aminosäuren – auch Phenylalanin!

Algen sind Vertrauenssache!

Leider hört man ab und zu von unappetitlichen Algenpräparaten, die mit Umweltgiften kontaminiert wurden. Dazu muss man wissen, dass die Qualität der Algenprodukte direkt von der Qualität des Wassers abhängt, in dem sie heranwachsen. Chlorella und Spirulina können verschiedene Schadstoffe aufnehmen, wenn sie in unsauberem Wasser aufgezogen werden.

Bei mangelhafter Kontrolle kann es außerdem passieren, dass zusammen mit den Kulturarten andere Mikroalgen geerntet werden, die möglicherweise Toxine produzieren. Seriöse Produzenten kultivieren Algen heute in modernen Wasserfarmen, wo eine sehr sorgfältige Schadstoffkontrolle vorgenommen wird. Der Endkunde sollte darauf achten, dass die Reinheit mit einem unabhängigen Gütesiegel nachgewiesen wird.